Die richtige Sitzhöhe bei Arbeitsstühlen und Stehhilfen - so arbeiten Sie gesund

Moderne Industriearbeitsplätze sind in nahezu allen Branchen gefragt. Gut ausgestattete Arbeitsplätze erlauben jedoch keineswegs nur eine effiziente Arbeitsweise, sondern fördern auch die Gesundheit und das Wohlbefinden der Arbeiter. Das Besondere an Industriearbeitsplätzen ist ihre Variabilität, viele Tätigkeiten werden im Stehen ausgeführt, andere wiederum im Sitzen - auch beides ist möglich. So hat sich die Annahme durchgesetzt, dass langes Sitzen auf nicht ergonomischen Industriestühlen schnell zu Haltungsschäden und Produktivitätseinbußen führt (vgl. etwa BGIA-Report 5/2008).

Die Folge sind nicht selten typische Beschwerden, die aus Fehlhaltungen und einer falschen Sitz- Arbeitshöhe resultieren. Dazu gehören Kopfschmerzen und Verspannungen, die sich wiederum negativ auf die Arbeitsleistung und die Motivation auswirken. Langfristig eingenommene Fehlhaltungen können sogar weitaus weitreichendere Folgen wie etwa Bandscheibenvorfälle haben. Unternehmer sollten also nicht nur darauf achten, dass die Arbeitsstühle für die Mitarbeiter höhenverstellbar sind, sondern auch, dass den Mitarbeitern die optimale Sitzhöhe oder Arbeitshöhe und die entsprechenden Einstellmechanismen bekannt sind.


Unser Beitrag in der Übersicht



  1. Ergonomie, Sitzkomfort, Gesundheitsbewusstsein: Arbeitsstühle und Stehhilfen im Kontext eines umfangreichen betrieblichen Gesundheitsmanagements
  2. Die Vorteile der richtigen Sitzhöhe und die Nachteile einer falschen Einstellung im Detail
  3. Beispiele für Industriestühle und Stehhilfen in der Praxis
  4. Bedeutung vermitteln und anwenderfreundlich gestalten



Ergonomie, Sitzkomfort, Gesundheitsbewusstsein: Arbeitsstühle und Stehhilfen im Kontext eines umfangreichen betrieblichen Gesundheitsmanagements



Immer mehr Unternehmern wird bewusst, dass die Zufriedenheit ihrer Angestellten (beispielsweise mit der Arbeitsplatzgestaltung) einen spürbaren Beitrag zur Produktivität, Motivation und Zufriedenheit leistet. Der zeitnahe Austausch alter Stühle gegen neue, moderne und vor allem ergonomischen Arbeitsstühle sollte also zumindest auf der Agenda stehen. Doch wenn ein Unternehmen komfortable und verstellbare Industriestühle anschafft, ist das noch kein Garant, dass die Mitarbeiter die Einstellungsmöglichkeiten auch nutzen: Häufig fehlt schlicht das Wissen um die einfachen, wirksamen Anpassungsmöglichkeiten.

Da in immer mehr Unternehmen ein umfangreiches betriebliches Gesundheitsmanagement etabliert wird, kann die Anschaffung neuer Industriestühle oder die Ermunterung zur richtigen Einstellung der Arbeitsstühle im Rahmen eines Arbeitgebermarketings genutzt werden. Über geeignete Kanäle können Mitarbeiter beispielsweise über die Vorteile ergonomischer Industriestühle und Hocker, sowie über ihre Funktionsweise informiert werden. Dies geschieht etwa durch regelmäßige Mailings oder durch Aufsteller mit praktisch orientierten Bildern oder Grafiken, die die Funktionen erklären. Auch hier gilt: Aller Anfang ist schwer. Im Optimalfall werden die Möglichkeiten regelmäßig kommuniziert, bis ein bestimmtes Ziel erreicht ist. Im Hinblick auf höhenverstellbare Arbeitsstühle, Stehhilfen und Hocker könnte dies beispielsweise Folgendes sein: Jeder Mitarbeiter hat verinnerlicht, wie wichtig die richtige Sitzposition ist und wie die Einstellungen vorzunehmen sind. Vor jedem Arbeitsbeginn prüft er direkt, ob das Sitzmöbel passend eingestellt ist.

Neben den positiven gesundheitlichen Effekten sorgt die Bemühung um eine möglichst angenehme Arbeitsatmosphäre bei den Angestellten auch für eine höhere Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber.



Die Vorteile der richtigen Sitzhöhe und die Nachteile einer falschen Einstellung im Detail



Vielen Arbeitnehmern ist nicht bewusst, welche Auswirkungen eine falsche Sitzposition und vor allem eine falsche Sitzhöhe haben kann. Gerade Angestellte, die ihre Tätigkeit überwiegend im Sitzen verrichten, klagen häufig über diverse Beschwerden, deren Herkunft sie sich jedoch nicht erklären können. Längst nicht alle, aber immerhin einige rühren von einer falschen Haltung her. Vielen Menschen ist beispielsweise nicht bewusst, dass bereits kleine Fehlhaltungen eine große Belastung darstellen, die auf Dauer fast immer zu Beschwerden führt. Diese Fehler und schmerzhafte Folgen sind hier typisch:

  • Im Optimalfall befinden sich Ober- und Unterschenkel in einem 90-Grad-Winkel, wenn die Füße parallel auf dem Boden platziert sind. Bei kleineren Mitarbeitern und einer falsch eingestellten Sitzhöhe kann es hingegen vorkommen, dass die Füße in der Luft hängen. Bei größeren Mitarbeitern hingegen ragen die Knie über die Höhe des Beckens hinaus. In beiden Fällen sind Rückenbeschwerden im Bereich der Lendenwirbel oder typische Volkskrankheiten („Ischias“) die Folge. Dies liegt daran, dass der Körper dauerhaft falsch belastet wird und die Wirbelsäule, Nerven und Gelenke in einer unnatürlichen Position verharren.
  • Gleiches gilt für die Arme, die ebenfalls im Optimalfall im 90-Grad-Winkel auf der Arbeitsfläche aufliegen (Ellenbogen dicht am Körper). Ist dies nicht der Fall, sind vor allem Schulter- und Nackenschmerzen die unangenehme Folge.
  • Auch eine falsche Sitzhöhe hat auf lange Sicht fatale Auswirkungen. Optimal ist ein gerader Blick nach vorn ohne die Notwendigkeit, ständig den Kopf anzuheben oder zu senken. Verspannungen, Kopfschmerzen und allgemeines Unwohlsein können die Folge eines zu niedrigen oder zu hohen Sitzes sein.
  • Grundsätzlich gilt: Wer am Arbeitsplatz ständig mit derartigen Beschwerden zu kämpfen hat, ist unzufriedener, arbeitet unkonzentrierter und ist nicht selten häufiger krank. Aufgrund der einfachen Verstellmöglichkeiten können die Angestellten diesen Beschwerden jedoch effektiv begegnen.

Analog liegen natürlich die Vorteile der korrekten Einstellung auf der Hand:

  • Der Körper befindet sich in einer möglichst belastungsarmen Haltung und wird entsprechend weniger negativ beansprucht.
  • Eine komfortable Haltung sorgt auch unbewusst für bessere Arbeitsleistungen und ist gesundheitsfördernd.
  • Haben die Angestellten die Möglichkeit, die passende Sitzhöhe einzustellen, und stehen sie regelmäßig auf und bewegen sich, kommt es weniger zu Beschwerden. Die Bereitstellung von Stehhilfen, Hockern oder höhenverstellbaren Arbeitsflächen sorgt zusätzlich für positive Effekte. Im Idealfall entscheiden Angestellte selbst, ob sie ihre Arbeit im Sitzen oder im Stehen verrichten möchten (sofern betrieblich möglich).

Idealerweise stellen Unternehmen ihren Angestellten also nicht nur passende Industriestühle zur Verfügung, sondern auch Industriehocker oder andere höhenverstellbare Stehhilfen. Das Sortiment von Bimos umfasst daher Industriestühle, Stehhilfen, Hocker und weitere Sitzmöbel, die entweder als idealer Allrounder in vielen Bereichen gleichzeitig eingesetzt werden können oder durch spezielle Ausführungen für die Verwendung in besonderen Bereichen geeignet sind. Oberste Priorität hat der Sitzkomfort und im Bedarfsfall die normgerechte Konzeption. Design, Anwenderfreundlichkeit und Innovation stehen jedoch ebenfalls auf der Prioritätenliste. Durch jahrelange Erfahrung in der Produktion ist Bimos zum Marktführer im Bereich Industriestühle, Arbeitsstühle und ähnlichen Modellen aufgestiegen und überrascht immer wieder durch technische und gestalterische Innovationen.



Beispiele für Industriestühle und Stehhilfen in der Praxis



Der Einsatz von Industriestühlen und Stehhilfen ist höchst individuell und in fast jedem Betrieb verschieden. Dennoch gilt es, die allgemeinen Erkenntnisse über die richtige Sitzhöhe im Sinne der Mitarbeitergesundheit und Arbeitsplatzgestaltung zu nutzen. Beispielsweise können zwei gleichwertige Tätigkeiten in zwei verschiedenen Unternehmen ganz unterschiedlich erledigt werden:

  • In einem Unternehmen stehen die Mitarbeiter der einzelnen Fertigungsstufen entlang eines Fließbandes und bearbeiten Werkstücke nach den gegebenen Vorgaben. Da zwischendurch immer einmal Leerläufe vorkommen, ist es optimal, zumindest eine Stehhilfe zur Verfügung zu stellen, die den Bewegungsapparat zwischendurch entlastet. Auch die Bereitstellung eines Industriehockers, der die dauerhafte Erledigung im Sitzen ermöglicht, sodass Angestellte Ihre Arbeitshaltung selbst entscheiden können, ist denkbar.
  • In einem anderen Unternehmen, das nahezu ähnlich arbeitet, ist das Fließband jedoch so konzipiert, dass die Mitarbeiter dauerhaft sitzend tätig sind. Da dort ebenfalls im Mehrschicht-Betrieb gearbeitet wird, sind natürlich höhenverstellbare Arbeits- und Industriestühle sinnvoll. Hier könnten Leerläufe wiederum für die Entlastung durch Aufstehen genutzt oder zusätzlich Stehhilfen zur Verfügung gestellt werden.


Es zeigt sich also, dass es durchaus lohnt, wenn Unternehmen schon vor der Anschaffung neuer Sitzmöbel die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigen. Auch die Einbindung der Angestellten in die Entscheidung für oder gegen einen Industriestuhl oder Hocker erscheint sinnvoll, denn ebenso individuell wie die Einstellungsmöglichkeiten moderner Industrie- und Arbeitsstühle sind auch die Vorlieben der einzelnen Mitarbeiter. Durch einen vertrauensvollen Austausch in Sachen Arbeitsplatzgestaltung haben Unternehmen außerdem die Gelegenheit, weitere Optimierungspotentiale aufzudecken und zu nutzen. Häufig steigern bereits kleine Veränderungen die Arbeitszufriedenheit und Produktivität nachhaltig.



Bedeutung vermitteln und anwenderfreundlich gestalten



Wie zuvor erwähnt, ist trotz aller Bemühungen eines Unternehmens immer auch der jeweilige Mitarbeiter für die korrekte Einstellung verantwortlich. So könnte beispielsweise an jedem Arbeitsplatz ein Aufkleber oder Aufsteller über die richtige Sitzposition informieren oder auch mit technischen Einrichtungen darauf aufmerksam gemacht werden. So ließe sich etwa an gemeinsam genutzten Arbeitsbereichen, an denen auch ein Computer oder Bildschirm zum Einsatz kommt, vor Arbeitsbeginn eine Applikation starten, in der durch Eingabe der Körpergröße sofort errechnet wird, welche Einstellung optimal ist. Zu Beginn wird ein derart konsequentes Vorgehen wohl für Verwunderung sorgen, doch bereits nach wenigen Wochen ist die Einstellung der richtigen Sitzhöhe fest in den Arbeitsabläufen verankert und wird nicht mehr infrage gestellt.

Gerade Mitarbeiter, die in der Vergangenheit häufig über haltungsbedingte Beschwerden klagten, werden diese Bemühungen sehr zu schätzen wissen. Für Unternehmen sind die Investition in ergonomische Industriestühle und Stehhilfen sowie die Erklärungen zur richtigen Sitzposition eine Win-win-Situation. Auf der einen Seite sind Mitarbeiter produktiver und in der Lage, lange konzentriert zu arbeiten. Auf der anderen Seite profitieren die Mitarbeiter von den Annehmlichkeiten des Arbeitsplatzes.

Das Sortiment von Bimos bietet für nahezu alle Arbeitsbereiche in Industrie, Forschung, Produktion und Handel eine passende Lösung. Egal ob Arbeiten sitzend, stehend, mobil oder im Wechsel verrichtet werden: Mit passenden Industriestühlen, Stehhilfen oder mobilen Hockern leisten Unternehmen einen effektiven Beitrag zur angenehmen Gestaltung eines Arbeitsplatzes. Neben hohem Komfort und ergonomischen Einstellungsmöglichkeiten kommen bei Bimos auch das Design und die Einhaltung strenger Qualitätskriterien nicht zu kurz. Schließlich sollen moderne Industriestühle und andere Sitzmöbel über viele Jahre hinweg zuverlässig ihren Dienst tun und in dieser Zeit weder an Komfort noch an Funktionalität einbüßen.

Sie möchten mehr über das Thema Sitz- und Arbeitshöhe erfahren? Dann empfehlen wir Ihnen unseren Beitrag Richtig sitzen beim Mikroskopieren oder unser Whitepaper zum Thema Steharbeit.



  1
  0



         


zurück zur Übersicht PDF drucken