Die Folgen von langem Stehen am Arbeitsplatz
Warum ergonomisches Arbeiten auch im Stehen entscheidend ist
Viele Beschäftigte arbeiten im Stehen und das häufig über mehrere Stunden am Tag.
Gerade Beschäftigte in ESD-Bereichen, an Montagearbeitsplätzen oder bei hochkonzentrierten Tätigkeiten sind hiervon betroffen. Die Kombination aus mentaler Anspannung und statischer Haltung verstärkt körperliche Beschwerden zusätzlich.
Die einseitige Belastung zeigt sich oft schleichend: Rückenschmerzen, schwere Beine oder Verspannungen zählen zu den häufigsten Beschwerden.
Besonders wenn Menschen in Vollzeit arbeiten, sind sie dieser Belastung länger ausgesetzt. Aber auch Menschen, die im Akkord arbeiten müssen oder unter hoher Konzentration arbeiten, sind den damit einhergehenden gesundheitlichen Risiken ausgesetzt.
Im Stehen arbeiten: Was passiert bei dieser Belastung ohne Ausgleich?
Der menschliche Körper ist nicht für einseitige Haltungen gemacht. Dauerhaftes Stehen belastet den Bewegungsapparat, die Bandscheiben und das Venensystem stärker, als man im ersten Moment vermutet.
Schließlich müssen täglich rund 7.200 Liter Blut aus den Beinen zurück zum Herzen transportiert werden. Diese Aufgabe unterstützen Muskelpumpen in den Waden. Doch diese werden nur durch Bewegung aktiviert. Bleibt die Bewegung aus, staut sich das Blut. Wodurch Venenklappen überlastet werden, und sich dadurch die Durchblutung verschlechtert.
Mögliche gesundheitliche Folgen verursacht durch langes Stehen am Arbeitsplatz
- Muskuläre Verspannungen
Dauerhaftes Stehen reduziert die Durchblutung der Muskulatur. Rücken, Nacken und Schultern und vor allem die Beine ermüden schneller. - Gelenkverschleiß
Ohne Bewegung wird weniger Gelenkflüssigkeit gebildet. Knie- und Hüftgelenke werden stärker belastet, insbesonders bei repetitiven Tätigkeiten. - Bandscheibenprobleme
Bandscheiben benötigen wechselnde Belastung, um Nährstoffe aufzunehmen. Dauerhaftes Stehen kann diesen Prozess stören und langfristig zu Beschwerden führen.
Die gesunde Lösung für lange Steharbeit heißt ergonomisch sitzen und dynamisch arbeiten
Ein ergonomischer und zeitgemäßer Arbeitsplatz setzt auf dynamisches Arbeiten. Das heißt, die Tätigkeit kann im Wechsel von Sitzen und Stehen durchgeführt werden. Entscheidend dafür sind:
- Bewegungsmöglichkeiten während der Arbeit z.B. ein ergonomischer Arbeitsstuhl oder eine ergonomische Stehhilfe. Dafür bieten sich auch praktische Übungen für Steharbeitsplätze an.
- kurze Entlastungsphasen für Beine und Rücken
- flexible Arbeitshöhen für individuelle Anpassungen
Hilfsmittel wie höhenverstellbare Arbeitsstühle, Arbeitsdrehstühle oder ein Arbeitsstuhl mit Rollen unterstützen diesen Wechsel und fördern Bewegung im Arbeitsalltag.
Ergonomische Stehhilfen und Arbeitsstühle als Lösung
- Wo dynamisches Arbeiten nicht möglich ist, empfehlen sich ergonomische Hocker und Stehhilfen. Durch sie haben Mitarbeitende die Möglichkeit,
ihre Beine oder den Rücken zu entlasten, - die Rumpfmuskulatur zu aktivieren,
- oder wechselnde Haltungen zwischen Stehen, Anlehnen und Sitzen einzunehmen.
Fazit: Schon kleine Bewegungsoptionen fördern die Mitarbeitergesundheit
Beschäftigte, die lange Stehen müssen und auch unter Zeitdruck arbeiten, sind bereits einer hohen Belastung ausgesetzt. Um ihre Gesundheit zu fördern, ist es deshalb entscheidend, einen komfortablen und unterstützenden Arbeitsplatz zu schaffen. Durch ergonomische Arbeitsplätze wir den Folgen von langer Steharbeit entgegengewirkt und die Bewegung am Arbeitsplatz ganz natürlich gefördert. Dadurch wird der Körper entlastet, was langfristig zur Gesundheit und Leistungsfähigkeit beiträgt.
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