Alternativen zum Industriestuhl - der Industriehocker und die Stehhilfe für die Industrie

Langes Sitzen ist ebenso gesundheitsschädlich wie langes Stehen. Um Gesundheitsschäden vorzubeugen, ist es gerade in der Industrie wichtig, ergonomische Arbeitsplätze zu schaffen und dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter sich ausreichend bewegen.


Unser Beitrag im Überblick:



  1. Warum sollte man Alternativen in Betracht ziehen?
  2. Der Industriehocker

    1. Was sind die Vorteile?
    2. Wofür eignet er sich?
    3. Worauf sollte man bei der Auswahl achten?
  3. Die Stehhilfe für die Industrie

    1. Was sind die Vorteile?
    2. Wofür eignet sie sich?
    3. Worauf sollte man bei der Auswahl achten?
  4. Fazit



1. Warum sollte man Alternativen zum Arbeitsstuhl in Betracht ziehen?



Gerade am Industriearbeitsplatz ist Flexibilität gefragt: Wer in der Produktion tätig ist, muss sich häufig zur Seite oder nach hinten wenden, um zum Beispiel nach Bauteilen zu greifen. Manche Aufgaben erfordern den raschen Wechsel zwischen zwei Positionen, andere die wiederkehrende Überprüfung von Daten am Computer. Ein statischer Industriestuhl kann hier fehl am Platze sein, da er die Bewegungsfreiheit zu stark einschränkt. Zudem leidet der Körper nicht nur physisch, sondern auch psychisch unter zu langem Sitzen. Eine gute Alternative kann der Industriehocker sein.

Ein Steharbeitsplatz in der Industrie bringt zahlreiche Gesundheitsrisiken mit sich, sowohl für Gelenke und Knochen wie auch für die Blutgefäße. Eine Stehhilfe für die Industrie erlaubt es den Mitarbeitern, rund 60 Prozent ihres Körpergewichts abzustützen, während sie weiterhin auf der gleichen Höhe arbeiten können. Die Möglichkeit zur Haltungsänderung beugt den zahlreichen Gesundheitsrisiken vor, die der Steharbeitsplatz im Normalfall mit sich bringt.



2. Der Industriehocker

a. Was sind die Vorteile?

Der Industriehocker schränkt die Mitarbeiter deutlich weniger ein als ein Industriestuhl. In den meisten Fällen verzichten die Designer auf die Rückenlehnen. Armlehnen sind im Konzept gar nicht vorgesehen. Entsprechend kann sich der Sitzende leichter auf dem Hocker bewegen. Zahlreiche Modelle erlauben auch eine Wendung bis hin zu 360 Grad, sodass das Umdrehen etwa zu Aufbewahrungsbehältern von Bauteilen besonders rasch vonstattengeht. Gleichzeitig sind die Hocker kleiner und nehmen weniger Platz weg als Stühle, und auch finanziell fallen sie häufig deutlich weniger stark ins Gewicht.

b. Einrichtung

Sie können den Industriehocker für alle Tätigkeiten verwenden, für die Sie sonst einen Industriestuhl einsetzen würden - also für alle sitzenden Tätigkeiten, die es in der Industrie gibt. Er erlaubt das Arbeiten auf angemessener Höhe und stützt den Sitzenden, ohne ihn in seiner Bewegungsfreiheit einzuschränken. Wenn ein rascher Positionswechsel im Arbeitsalltag vorgesehen ist, wird er ermöglicht durch ein Modell mit Rollen. Eines mit einem statischen Fuß eignet sich, wenn der Mitarbeiter seinen Platz zum Arbeiten nicht verlassen muss.

c. Worauf sollte man bei der Auswahl achten?

Ein guter Industriehocker ist in der Höhe verstellbar. Das gilt nicht nur in Betrieben, in denen in Schichten gearbeitet wird, sodass sich mehrere unterschiedlich große Mitarbeiter eine Sitzgelegenheit teilen müssen: Auch für einen einzelnen Angestellten kann es hilfreich sein, je nach Aufgabe oder Bequemlichkeit die Höhe des Hockers hin und wieder zu verändern.

Besonders wichtig ist es, dass der Industriehocker seinen Aufgaben gerecht wird: Je nachdem, wo er eingesetzt werden soll, muss er besonders leicht zu reinigen, ESD-fähig, widerstandsfähig gegen Chemikalien oder gegen physische Einwirkungen sein.



3. Die Stehhilfe für die Industrie

a. Was sind die Vorteile?

Wer sich beim Arbeiten an eine Stehhilfe lehnen kann, entlastet seine Beine und seinen Rücken. Die Arbeit läuft konzentrierter und reibungsloser ab. Die Stehhilfen sind besonders flexibel einsetzbar und relativ leicht, sodass sie sich trotz ihrer Standfestigkeit leicht versetzen lassen. Durch die abgerundete Kante der Fläche zum Anlehnen kommt es nicht zu Druckstellen, und die leichte Neigung der Fläche sorgt dafür, dass der Mitarbeiter ebenso nahe an seinem Arbeitsplatz ist wie im Stehen. Die Stehhilfen für die Industrie gibt es in vielen Varianten, die teilweise ein Zwischending zwischen Stehen und Sitzen erlauben, sich teilweise nur zum Anlehnen eignen und teilweise ein leichtes Federn ermöglichen.

b. Wofür eignet sie sich?

Die Stehhilfe in der Industrie ist ideal geeignet für Mitarbeiter an Steharbeitsplätzen. Sie entlastet und hilft dabei, den Tag ohne Schmerzen und Erschöpfungserscheinungen durchzustehen. Die Wirbelsäule nimmt eine gesunde Mittelstellung ein, die Füße werden anders aufgesetzt und sind beweglicher, und die Knie können leicht geknickt werden, anstatt die ganze Zeit gestreckt zu sein. Die Arbeitshöhe verändert sich kaum, da die Fläche zum Anlehnen hoch angesetzt ist. Die leichte Veränderung des Armwinkels beim Arbeiten sorgt zusätzlich für Abwechslung in den Bewegungsabläufen. Hatte ein Mitarbeiter die angelehnte Position lange genug inne, kann er die Stehhilfe einfach einen Schritt nach hinten schieben und wieder im Stehen arbeiten, bis er sich erneut anlehnen möchte.

c. Worauf sollte man bei der Auswahl achten?

Auch bei den Stehhilfen in der Industrie ist es unabdingbar, dass das Modell den Anforderungen des Arbeitsplatzes gewachsen ist, was Material und Verarbeitung betrifft. Darüber hinaus ist es aber auch von Wichtigkeit, dass sich die Höhe der Stehhilfe einstellen lässt. Je nachdem, wie viele Menschen die Hilfe nutzen, kann es auch von Vorteil sein, dass die Sitzneigung variabel ist. Bietet der Arbeitsplatz nur wenig Raum, eignen sich vor allem klappbare Sitzhilfen, die sich leicht verwahren lassen, wenn sie nicht gebraucht werden.



4. Fazit



Speziell in der Industrie ist es nicht einfach, eine Position zum Arbeiten zu finden, die der Gesundheit nicht abträglich ist. Industriehocker können den schädlichen Auswirkungen des ausschließlichen Sitzens entgegenwirken, Stehhilfen für die Industrie denen des Steharbeitsplatzes. Beide sind platzsparend und ermöglichen den Mitarbeitern, sich bei maximaler Flexibilität zu erholen. Wer also bei seinen Mitarbeitern für mehr Beweglichkeit sorgen möchte, kann sich je nach Arbeitsplatz mit den praktischen Sitzgelegenheiten behelfen.

Die positiven Auswirkungen von Industriehocker und Stehhilfe für die Industrie zeigen sich schon kurzfristig, wenn die Mitarbeiter weniger Schmerzen haben und über Erschöpfung klagen. Mindestens genau so wichtig ist es jedoch, dass sie auf lange Sicht gesehen vor gesundheitlichen Beschwerden wie Rückenproblemen, Venenleiden, Plattfüßen, Herz-Kreislauferkrankungen und vielen anderen Leiden geschützt sind. Damit die Mitarbeiter die zahlreichen Vorteile der Sitzgelegenheiten gezielt einsetzen können, müssen sie in regelmäßigen Abständen geschult werden - sowohl in der Benutzung der Industriehocker und Stehhilfen als auch im Wissen rund um die negativen Auswirkungen von zu wenig alltäglicher Bewegung.

  4
  0



         


zurück zur Übersicht PDF drucken