Bimos Magazin - Arbeitsstühle in der Produktion

Arbeitsstühle in der Produktion

Besonders in der Industrie ist Gesundheit am Arbeitsplatz ein wichtiges Thema. In der Produktion steht der Körper häufig vor großen Herausforderungen. Monotone Bewegungsabläufe, wenig Abwechslung und stundenlanges Verharren in ein und derselben Haltung ist an Produktionsarbeitsplätzen keine Seltenheit. Arbeitsstühle in der Produktion müssen hohen Ansprüchen genügen, damit sie den Bedingungen standhalten und unterstützend statt hinderlich für den Mitarbeiter sind. Welche das sind und wie ein Arbeitsstuhl in der Produktion beschaffen sein sollte, erklären wir in diesem Beitrag.


Der Produktionsarbeitsplatz – Die Ausgangssituation



In der Produktion gibt es sehr unterschiedliche Arbeitsplätze mit verschiedenen Bedingungen, denen der Arbeitsstuhl gerecht werden muss. Maschinenarbeitsplätze unterscheiden sich beispielsweise von Fertigungsplätzen oder der Qualitätskontrolle.

Besonders an Maschinenarbeitsplätzen wird in Schichten gearbeitet, sodass der Arbeitsstuhl beinahe rund um die Uhr besetzt ist. Hier kann der Stuhl auch in Kontakt mit Ölen und anderen Flüssigkeiten kommen. Zudem sind Maschinenarbeitsplätze häufig mit festen Arbeitshöhen verbunden.

In der Fertigung ist der Arbeitsstuhl abhängig vom Produkt großen mechanischen Belastungen ausgesetzt. Die Mitarbeiter benutzen Werkzeuge und arbeiten mit verschiedenen Materialien. Alles davon kann mit dem Arbeitsstuhl in Berührung kommen; zum Beispiel auch eine spitze Zange mit dem Polster. Späne, Hitze oder Flüssigkeiten können hier ebenso wie in einer Werkstatt auf das Sitzmöbel wirken. Doch in der Fertigung muss es nicht immer rau zugehen. Auch kleine Montagearbeiten stellen Anforderungen an den Arbeitsstuhl, damit die Arbeit möglichst ermüdungsarm von der Hand gehen kann. Denn bei diesen Arbeiten ist nicht die Umgebung, sondern das Sitzverhalten der Mitarbeiter die großen Herausforderungen.

Ganz ähnlich ist es in der Qualitätskontrolle. Der Mitarbeiter braucht hier je nach Größe des zu kontrollierenden Teils viel Bewegungsfreiheit oder sollte von seinem Stuhl zur Bewegung angeregt werden.

In der Produktion sind die Ausgangssituationen sehr vielfältig und besonders davon abhängig, welche Arbeitsschritte ausgeführt und auf welche Art sie umgesetzt werden. Generell kann man aber davon ausgehen, dass der Arbeitsstuhl am Produktionsarbeitsplatz großen Belastungen standhalten und die Mitarbeiter in ihren Bewegungen unterstützen muss.


Was falsche Sitzmöbel bewirken



Wird der Arbeitsstuhl in der Produktion nicht den Anforderungen des Arbeitsplatzes gerecht, hat dies sowohl Auswirkungen auf die Gesundheit des Mitarbeiters, als auch auf die Qualität des Produktes. Ist der Arbeitsstuhl nicht ergonomisch angelegt, kann er Schmerzen oder bleibende Gesundheitsschäden verursachen. Denn der Mitarbeiter verbringt auf ihm den größten Teil seines Arbeitstages Ist der Stuhl unbequem oder verleitet er zu Zwangshaltungen, führt das zunächst zu Verspannungen und Schmerzen im Bewegungsapparat. Wird unter diesen Bedingungen trotz der Warnsignale des Körpers weitergearbeitet, sind Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und Müdigkeit die Folge. Der Körper steht unter ständiger Anstrengung aufgrund der unnatürlich lange andauernden Sitzbelastung und der andauernden Zwangshaltung beziehungsweise Fehlbelastung der Muskeln, Sehen und Gelenke. Das hat einen hohen Verschleiß zur Folge und führt zu weiteren Problemen. Denn körperliche Beschwerden schlagen sich auch auf die Psyche nieder. Die Arbeitsmoral sinkt, die Motivation verschwindet und krankheitsbedingte Ausfälle oder sogar Arbeitsunfähigkeit sind die Folge.

Die falschen Sitzmöbel am Produktionsarbeitsplatz können neben den schwerwiegenden Auswirkungen auf den Mitarbeiter auch wirtschaftliche Folgen für das Unternehmen haben. Nicht nur der Ausfall der Arbeitskraft, auch der Verschleiß der Sitzmöbel ist höher, wenn diese nicht die speziellen Anforderungen des Arbeitsplatzes erfüllen. Sie verlieren ihre Funktionalität und müssen häufiger ersetzt werden.


Der Arbeitsstuhl in der Produktion – So muss er ausgestattet sein



Ein Arbeitsstuhl in der Produktion muss deshalb nicht nur ergonomisch an die Bedürfnisse des Mitarbeiters angepasst sein, sondern auch zu den Arbeiten passen, die auf ihm verrichtet werden. Produktionsarbeitsplätze haben besondere Ansprüche an den Arbeitsstuhl. Das Material der Polster ist mit Bedacht zu wählen, damit der Stuhl lange hält und seine ergonomischen Eigenschaften nicht verliert. Und auch die Funktionen des Stuhls sollten so gewählt sein, dass sie die Arbeit des Mitarbeiters unterstützen. Fügt der Stuhl sich ideal in das Arbeitsumfeld ein, liegt der Fokus des Mitarbeiters ohne Einschränkungen auf seinen Aufgaben.


Das Material

Wo raue Umgebungsbedingungen herrschen, zum Beispiel in der Werkstatt oder auch der Fertigung, greifen Sie besser zu einem widerstandsfähigen Material. Spitze Werkzeuge, Flüssigkeiten oder Staub können den Polstern schaden, wenn sie nicht resistent genug gegen äußere Einflüsse sind. Das ideale Bezugsmaterial unter widrigen Bedingungen ist:
  • Robust und widerstandsfähig,
  • Nicht staub- und flüssigkeitsbindend,
  • Schwer entflammbar,
  • Unempfindlich gegenüber mechanischen Einflüssen,
  • Pflegeleicht und belastbar.
Mehr Informationen über das ideale Bezugsmaterial für Arbeitsstühle an Produktionsarbeitsplätzen erfahren Sie in unserem Magazin in einer gesonderten Reihe.


Die Funktionen

Mit welchen Funktionen ein Arbeitsstuhl in der Produktion ausgestattet sein muss, hängt stark von der Arbeit ab, die auf ihm ausgeführt wird. Steht der Mitarbeiter häufig auf und setzt sich wieder, ist eine Gasfederung eine deutliche Entlastung für den Rücken, da sie das Aufstehen unterstützt und das Hinsetzen abfedert.

Arbeitet der Beschäftigte beispielsweise an einem Maschinenarbeitsplatz auf einer festen und erhöhten Arbeitshöhe, kann mit einem Fußring das richtige Verhältnis von Sitz- zu Arbeitshöhe hergestellt werden.

Besonders in der Fertigung sind vorgeneigte Haltungen nötig. Ein Arbeitsstuhl mit Synchronmechanik stützt dabei den Körper und entlastet die Oberschenkel. Sie regt außerdem zum dynamischen Sitzen an und sorgt damit für Abwechslung in den Bewegungsabläufen.

Produktionsarbeitsplätze sind häufig im Schichtbetrieb besetzt. Um hier ideales Sitzen für jeden Mitarbeiter zu gewährleisten, muss der Stuhl nicht nur aufgrund der Dauerbelastung robust sein. Er muss sich auch an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter anpassen lassen. Verstellbare Elemente wie Rückenlehne und Sitz und Sitzhöhe sind darum in der Produktion unverzichtbar. Natürlich muss jede Verstellmöglichkeit einfach zu bedienen sein, damit der Stuhl zum Schichtwechsel innerhalb kürzester Zeit perfekt zum Mitarbeiter passt.

Was Sie vor dem Kauf eines Arbeitsstuhls außerdem beachten sollten, haben wir für Sie in diesem Beitrag zusammengefasst.


3 Tipps zum Kauf eines Arbeitsstuhls für die Produktion



Beim Kauf eines ergonomischen Arbeitsstuhls für die Produktion ist nicht nur die Auswahl des passenden Stuhls wichtig. Ergonomische Arbeitsstühle, die den hohen Ansprüchen der Produktionsarbeit genügen müssen, sind von hoher Qualität und haben ihren Preis. Darum dürfen auch die finanziellen Aspekte der Anschaffung nicht außer Acht gelassen werden. Wir geben Ihnen drei Tipps, mit denen Sie beim Kauf eines rückenfreundlichen Arbeitsstuhls Unterstützung finden.

1. Schaffen Sie den Arbeitsstuhl als Arbeitsmittel an

Ein Arbeitsstuhl ist ein Arbeitsmittel. Als solches muss es den Mitarbeitern vom Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Grundsätzlich können Sie als Mitarbeiter Ihren Vorgesetzten ansprechen und um die Anschaffung eines ergonomischen Arbeitsstuhls speziell für Ihren Arbeitsbereich bitten. Sind die finanziellen Mittel des Unternehmens jedoch nicht ausreichend, gibt es verschiedene Zuschüsse, die den Mitarbeitern dennoch rückenschonendes Arbeiten ermöglichen.


2. Prüfen Sie verschiedene Fördermöglichkeiten

Die Rückengesundheit und das Wohlbefinden von Arbeitnehmern sollen nicht an fehlenden finanziellen Mitteln scheitern. Darum gibt es verschiedene Zuschüsse, die den finanziellen Aufwand für den Käufer des Arbeitsstuhls schmälern. Informieren Sie sich bei der Rentenversicherung oder der Arbeitsagentur über die verschiedenen Fördermöglichkeiten.


3. Bereiten Sie die Antragstellung gut vor

Möchten Sie Fördermittel zur Anschaffung eines ergonomischen Arbeitsstuhls in Anspruch nehmen, bereiten Sie den Antrag gut vor. Um die Fördermittel zu bekommen, muss ein ärztliches Attest vorliegen oder Sie füllen das Formular auf Leistungen zur Rehabilitation aus. Auch eine ausführliche Beschreibung der Tätigkeiten gehört zum Antrag. Holen Sie letztlich einen Kostenvoranschlag von einem Fachhändler ein. Die Zuschüsse fördern die Erwerbstätigkeit. Um sie zu bekommen, müssen Sie also nachweisen, dass der ergonomische Arbeitsstuhl eine gefährdete oder ohne den Stuhl sogar unmögliche Erwerbsfähigkeit wiederherstellt und erhält.


Der richtige Arbeitsstuhl für Ihren Produktionsarbeitsplatz



Die unterschiedlichen Arbeitsbereiche in der Produktion stellen verschiedene Ansprüche an ihre Arbeitsplätze. Diese Arbeitsplätze ergonomisch zu gestalten ist eine Herausforderung. In unserem Magazin finden Sie Tipps zurGestaltung ergonomischer Produktionsarbeitsplätze. Wir unterstützen Sie gern dabei, Ihre Arbeitsplätze mitarbeiterfreundlich und ergonomisch zu gestalten. Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie uns!

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